Taunus Art Club e.V.

Das TAC-Manifest in der Präambel:

 

Zum Auslöser für die Gründung des TAC wurde Schillers Idee der ästhetischen Erziehung des Menschen, wie sie nach seiner Begegnung mit Goethe als Antwort auf die Aporien der Aufklärung und französischen Revolution entwickelt wurde. Die geht aus von der Selbstkritik ratio-naler Erkenntnis als Form zweckrationaler Zurichtung der Wirklichkeit zum Reich der Zwecke. Nur die mimetische Erkenntnis von Traum, Phantasie und Spiel vermag diese Eindimensionalität des Nutzens zu korrigieren, um jen-seits davon den Zugang zum Reich der Freiheit zu er-öffnen.

Denn nur eine ästhetische Bildung ermöglicht die Mündig-keit des ganzen Menschen und bleibt nicht die des einsei-tigen Vernunftwesens. Nur sie befähigt zu einer Erfahrung, die dem Ästhetischen in der Vielfalt seiner Erscheinungs-formen - in Literatur, Kunst, Musik, Theater und Film, aber auch in Natur und Alltag als unserer 2. Natur - zu entspre-chen vermag. Um eine andere, bessere Zukunft zu erreichen, gilt es zurückzuschauen, um durch Reflexion der Genese der Avantgarden seit Ende des 18. und bis ins 20. Jahr-hundert ihre Funktion als kritischer Doppelgänger der wis-senschaftlich-technischen Moderne zu verstehen und ihre Relevanz als deren kritisches Korrektiv.

Durch Ausstellungen, Lesungen und Vorträge - ästheti-scher, historischer, philosophischer, soziologischer und komparatistischer, also fachübergreifender Art - für die Region des Taunus- und Rhein-Main-Gebiets und ins-besondere der Stadt Bad Soden soll ästhetische Erfah-rung und Kritikfähigkeit gefördert und erweitert werden. Dazu gehören auch Exkursionen, sowie die Förderung des Austausches der eigenen Aktivitäten mit anderen europäischen Kommunen und Regionen. Darüber hinaus besteht das Ziel künstlerisch-geisteswissenschaftliche Stipendien und Artist-in-Residences einzurichten.

Zu diesen Engagements zählt auch im Besonderen - jenseits der falschen Alternative von verflachender Popu-larisierung oder elitärer Exzellenz, von konsumistischer Degradierung von Kunst zu Freizeitgestaltung oder Kapi-talanlage - die Realisierung des Zusammenhangs von Formen ästhetischer Praxis und kritischer Theorie, wie dem der frühen Frankfurter Schule und des Surrea-lismus, sodaß der TAC selbst zum Agenten würde, der durch diese Verbindung als Form öffentlichen Ver-nunftgebrauchs in die Lage versetzt würde im politi-schen Raum zu intervenieren  z.B. durch Performances und andere Präsentationsformen, wie Theater und Film.

Als Gründer des Taunus Art Club verstehen wir unser Ehrenamt als Korrektiv zum Betrieb: zu Kunstbetrieb, Literaturbetrieb und Universitätsbetrieb, denn der Dile-tantismus unserer Aktivitäten besteht nicht im Mangel an Qualifikation, sondern in der Lust und Freiheit, mit der wir als selbsttätige/r Künstlerin und Autor zusammen mit Freunden und Interessenten innovative Akzente set-zen,  um in dem uns möglichen Rahmen das Potential von Kunst, Literatur und Philosophie als Formen der Kritik auf die Probe zu stellen.

 

                               Ingrid und Dr. Andreas Honneth

                                                                                                                                                                                                             bureau@tac-online.eu 

                                                                                           

                                                                                                                                                                                                             info@taunus-art-club.eu